FAQ

Häufige Fragen

In diesem Abschnitt greife ich Fragen auf, die Dauer-Barfüßern oft gestellt werden

Kann jeder barfuß laufen?

Viele Menschen können damit anfangen, aber bei Beschwerden, Diabetes, Nervenschäden oder starken Fehlstellungen sollte vorher medizinischer Rat eingeholt werden.

Wie schnell sollte ich steigern?

Langsam. Am Anfang reichen wenige Minuten. Entscheidend ist, wie Füße, Waden und Sehnen reagieren.

Brauche ich Barfußschuhe?

Nicht zwingend. Sie können ein Zwischenschritt sein, ersetzen aber nicht die behutsame Anpassung.

Ist das im Winter nicht viel zu kalt?

Die sogenannte K-Frage – jeder Barfußläufer bekommt sie gestellt, wenn die Temperatur unter 15 Grad Celsius sinkt.
Füße bestehen zum größten Teil aus Muskeln. Und da Muskeln ständig durchblutet werden, haben Dauer-Barfüßer selten kalte Füße. Außerdem wird die Fußsohle unempfindlicher. Daher sind Temperatur bis kurz vorm Gefrierpunkt kein Problem. Wichtig ist allerdings, dass der Körperkern warm bleibt. Erst wenn Schnee fällt oder der Boden gefroren ist, ist es zu kalt, um barfuß zu laufen – aber das ist eine subjektive Einschätzung.

Hast Du keine Angst vor Glasscherben?

Glasscherben sind eigentlich kein Problem. Wenn ich barfuß durch die Stadt gehe, scanne ich den Boden automatisch ab. Scherben und andere fiese Sachen sieht man recht gut. Ein anderes Thema sind beispielsweise Fixerspritzen, die auf einer Wiese liegen – davor habe ich Respekt, da man sie oft nicht sieht. Daher meide ich Grasflächen, die dafür bekannt sind, dass dort auch Fixer lagern. Unangenehm sind auch eher Dornen oder Bienen.

Wie reagieren die Leute?

Ich bin mir gar nicht sicher, ob es überhaupt viele Menschen bemerken, wenn ich barfuß laufe. Aber die Reaktionen sind überraschend positiv. Ich habe sehr selten negatives Feedback erhalten. Die Menschen, die mich ansprechen, finden Barfußlaufen prima. Die meisten haben sich schon ausführlich mit dem Thema beschäftigt und kennen Videos von zum Beispiel Ingo Froböse zu diesem Thema.

Was ist mit Fußpilz?

Früher dachte man, dass Fußpilz nur in einer feuchten Umgebung entstehen kann – begünstigt durch geschlossenes Schuhwerk. Diese Annahme gehört aber heute ins Reich der Mythen. Fußpilz kann nach [Hilden] auch auf trockener Haut entstehen. Allerdings sind nackte Füße abgehärteter und robuster. Insofern hat ein Barfüßer ein geringeres Risiko, Fußpilz zu bekommen.

Muss es wirklich ständig barfuß sein?

Im Zusammenhang mit der Drei-Punkte-Stellung habe ich die Notwendigkeit von Fußtraining angesprochen. Aber warum laufe ich ständig und übeall barfuß? Würde es nicht genauso viel bringen, wenn ich nur einige Stunden am Tag barfuß laufe? Ich denke nein, denn mit dem Fußtraining ist wie mit allem: kurze, aber regelmäßige Trainingseinheiten bringen am meisten, und das sind eben die vielen kurzen Wege im Alltag. Bei jeden Schritt trainiere ich unbewusst die gleichmäßige Belastung des Fußes, die Drei-Punkte-Stellung. Es kommt dazu, dass gerade die Sensorik sich am besten entwickelt, wenn ich dem Fuß unterschiedliche Untergründe zumute.