Barfuß im Fitnessstudio – Krafttraining

Krafttraining beginnt bei den Füßen.

Ich habe meine Ausbildung zum Präventionstrainer (B-Lizenz) in einem Fitness-Studio gemacht. Dabei habe ich gelernt, dass viele Übungen im Stehen ausgeführt werden: am Kabelzug, am Schlingentrainer, im Freihantelbereich oder im Functional Training.

Bei diesen Übungen spielt die Fußstellung eine wichtige Rolle. Aus meiner Sicht sollte der Fuß möglichst gleichmäßig belastet werden – also über Ferse, Großzehenballen und Kleinzehenballen, die sogenannte Drei-Punkte-Stellung.

Ein typisches Beispiel ist die Kniebeuge. Viele Sportler verlagern beim Hochdrücken das Gewicht stark auf die Fersen. Oft erkennt man das daran, dass sich die Zehen vom Boden lösen.

Ich halte es für sinnvoller, den gesamten Fuß in die Bewegung einzubeziehen. Je besser der Kontakt zum Boden wahrgenommen wird, desto leichter fällt es, die Belastung gleichmäßig zu verteilen. Deshalb trainiere ich viele Übungen im Stehen bevorzugt barfuß.

Viele Fitnessstudios tun sich noch schwer damit, Barfußtraining zu erlauben. Die Begründungen sind dabei sehr unterschiedlich.

In einem Studio wurde mir erklärt, ich solle Schuhe tragen, falls mir eine Hantel auf den Fuß fällt. Dieses Argument hat mich nicht überzeugt. Denn bei schweren Gewichten würden normale Sportschuhe auch nicht schützen.

In meinem Ausbildungsstudio war Barfußtraining aus hygienischen Gründen nicht erlaubt. Gleichzeitig wurde jedoch niemand angesprochen, der mit Straßenschuhen trainierte.

Meine Erfahrung ist, dass immer mehr Studios dem Thema offen gegenüberstehen. In der Region zwischen Bad Honnef und Neuwied kenne ich mehrere Studios, in denen Barfußtraining nach Rücksprache mit der Studioleitung ausdrücklich erlaubt ist.

Falls dein Studio Barfußtraining nicht zulässt, lohnt es sich oft, sich nach Alternativen umzusehen. Die Regelungen unterscheiden sich von Studio zu Studio erheblich.

Ich selbst trainiere im Twin-Fit in Bad Honnef und habe dort sehr gute Erfahrungen gemacht.